Verein Hospizarbeit Springe e.V.
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Ein würdiges Leben bis zuletzt
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Ein Herzenswunsch

erfüllt durch Hospizverein, Malteser und PS-Speicher

Seit dem Sommer 2020 begleite ich einen Mann, der zunehmend unter der fehlenden Mobilität leidet. Nach einem Krankenhausaufenthalt Anfang des Jahres konnte die erforderliche Mobilisierung wegen der coronabedingten Schließung des Pflegeheims nicht stattfinden. Sein Zustand verschlechtert sich zusehends. Und da er eine sehr große Affinität zu alten LKW und Feuerwehrfahrzeugen hat, kam die Idee auf, einen kurzfristigen Besuch im PS-Speicher in Einbeck, wo ja eine ganze große Halle nur alte LKW und Feuerwehrautos beherbergt, durchzuführen.

Am Mittwoch wurde deswegen Kontakt mit dem PS-Speicher aufgenommen, der ja wegen Corona geschlossen ist. Bereits am Telefon wurde schon fast eine Zusage erteilt und schon am nächsten Morgen war es fix. Ein Ehrenamtlicher des PS-Speichers würde nur für uns das LKW-Depot aufschließen und für uns eine Führung machen. Und das auch noch kostenfrei.

Ebenfalls am Mittwoch wurde mit den Maltesern wegen der Bereitstellung eines Herzenswunsch – Krankenwagens gesprochen. Diese Fahrzeuge werden von Ehrenamtlichen gefahren und sind deswegen vollkommen kostenfrei. Und noch am Mittwoch wurde auch dafür die Zusage erteilt.

So startete am Samstag um 9 Uhr der Ausflug von Bad Münder nach Einbeck. Bereits die Autofahrt dahin war ein Erlebnis, weil der Bewohner des Pflegeheims schon seit langer Zeit das Heim nicht mehr verlassen hatte. Der Aufenthalt im PS-Speicher lief erwartungsgemäß. Der von mir begleitete Herr war begeistert, insbesondere weil der „PS-Pilot“ ausschließlich auf die persönlichen Bedürfnisse sehr einfühlsam einging.  Auf der Rückfahrt haben wir dann noch einen Umweg durch seinen ehemaligen Wohnort gemacht und sind dann am frühen Nachmittag wieder in Bad Münder gelandet.

Es war insgesamt ein gelungener Ausflug für den Patienten und da alle Beteiligten ehrenamtlich unterwegs sind, war das Bemühen aller um das Wohlergehen des Betroffenen zu spüren. Er hat es genossen.

Die Organisierung dieses Ausfluges ging schnell und unkompliziert. Die Empathie der zugehörigen Organisationen war beeindruckend und hat mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig das Ehrenamt in unserer Gesellschaft ist.

Diese Erfahrungen, insbesondere mit den Maltesern, sollte ermutigen, deren Dienst im Interesse der Menschen am Lebensende intensiver in Anspruch zu nehmen. Es muss ja nichts Großartiges sein. Eine Fahrt zum Kaffeetrinken, ein Besuch bei Angehörigen, Pilze sammeln im Wald per Liegendtransport, ein Fußballspiel….- die Malteser scheinen alles möglich zu machen. Und deren Ehrenamtliche brennen darauf, den Menschen am Lebensende eine Freude zu machen.